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Fast alles an einem Hai lässt sich verwerten.
Vom Gebiss, das bei Sammlern teilweise astronomische Preise
erzielt, bis zu den Knorpeln aus denen fragwürdige
Krebsmedikamente gefertigt werden. Die Übersicht unten
zeigt die wichtigsten Bereiche.
Das Hauptproblem bei den meisten Haiprodukten ist, das
die Haie entweder nur für die Flossensuppe, den Haiknorpel,
das Fleisch oder die Zähne gefangen werden. So ist es schon
fast schon
eine
extreme Verschwendung wertvoller Resourcen,
wenn z.B. beim
Finning (so
bezeichnet man das Abschneiden der Flossen, bei zumeist
noch lebenden Tieren) der gesamte Restkörper
einfach wieder ins Meer gekippt wird.
Das
gefürchtete
Tier Hai wird auch vom Menschen millionenfach gegessen,
früher
noch unter verschleiernden Bezeichnungen, wie Schillerlocke,
Karbonadenfisch, Speckfisch oder Seeaal – heute
geht es direkter zur Sache. Makohai- oder Blauhai-Steaks
liegen
offen ausgezeichnet in den Kühltheken der Supermärkte.
Die Überfischung der Weltmeere hat den Hai wieder tischfähig
gemacht. Die Marketingmaschinen der
Fischindustrie laufen
auf Hochtouren und auch die übrige Industrie lässt
sich nicht lumpen. Gesteuert durch
eine weltweite Mafia laufen
täglich Fangboote in Costa Rica bis hin zu den Malediven
aus – mit dem einzigen
Ziel, Haie zu töten und
Teile davon zu verwerten. Ob Knorpelpulver in mexikanischen
Fabriken verarbeitet
wird oder Finnenverarbeitung in indischen
Fabriken - die internationale Jagd auf den Rohstoff Hai
ist in
vollem Gange. Über 200 Millionen Tiere pro Jahr,
so schätzen Fachleute, sterben durch gezielte Jagd
und
Beifang.
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Ob das China-Restaurant oder
die Kneipe an der Ecke. Viele Restaurants, Stehimbisse,
Kantinen und Snackbars bieten in der letzten Zeit vermehrt
Haiprodukte an.
Bei Haiflossensuppe und Haisteak ist
es offensichtlich was es ist, doch wie die nachfolgende
Liste zeigt, sind der Kreativität keine Grenzen
gesetzt, um Haifleisch besser verkaufen zu können:
Deutsch:
Seeaal, Schillerlocken, Kalbsfisch, Speckfisch, Karbonadenfisch,
Königsaal, Steinlachs, Seestör
Englisch: flake,
huss, rock salmon, rigg, sea ham
Amerikanisch:
steakfish, grayfisch, whitefisch,
cape steak Französisch:
chiens,
petite, roussette, rande roussette, taupe, veau de
mer
Spanisch:
gallina del mar, alo rosado
Italienisch: palombo, smeriglio, gattucci, spinaroli,
cani spellati
Griechisch:
Galeos
Haiflossensuppe, Haifleisch/Hai-Steak gelten nicht
nur in Asien, sondern auch in Europa und Amerika als
Delikatesse. Es gibt große lokale Variationen,
welche Haiarten zum Verzehr angeboten werden, dennoch
gibt es einige Arten, welche gleichermaßen gut
auf allen Kontinenten zu vermarkten sind. Dies sind
i.d.R. der Heringshai, Mako, Fuchshai sowie die der
kleineren Hunds- und Dornhaie auf Grund ihres weitaus
niedrigeren Harngehaltes im Blut (1.570mg%). |
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Haileder wurde früher gerne als Schleifpapier oder
für Schwertgriffe eingesetzt.
Einige Haiarten liefern
das Rohmaterial für das "Boroso-Leder".
Dieses Leder hochglänzend und befreit von den Hautzähnchen,
wird eingesetzt um Luxusartikel wie Mappen, Gürtel,
Handtaschen und Geldbeutel, Schuhe, Cowboystiefel, Uhrenarmbänder,
Schatullen und Besteckkästen, Trommelbespannungen,
Pistolenhalfter oder gar Griffe für Motor-/Fahrräder
herzustellen.
Die Haie, die für das Enthäuten
gefangen werden, dürfen vorher nicht ausgeweidet
oder eingefroren werden. |
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Das Öl aus der Haileber (Squalen) findet man in
Salben, Cremes, Selbstbräuner und Haarfärbemittel
wieder.
Das Kollagen für Faltencremes, Gesichtsmasken,
etc. gewinnen manche Hersteller (vermehrt seit der
BSE-Krise) auch aus Knorpelskeletten von Haien und
Rochen.
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Haileberöl (Vitamin A), Haiknorpel in Form von Pulver
od. Kapseln versprechen dem Benutzer einen wundersamen
Energiepool.
Es gibt aber auch Produkte die als Antikrebsmittel
vertrieben werden. 'Haie bekommen keinen Krebs'
- mit dieser Aussage, ließ Dr. William L. Lane
einen Hoffnungsschimmer für Millionen verzweifelter
Krebspatienten aufblitzen...doch die Studien Lanes konnten
bis heute von keinem unabhängigen Klinikum bestätigt
werden. |
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Ingredienzien in Tierfutter, (Haileberöl - Omega3-Fettsäuren),
oft auch Bestandteil von Fischmehl |
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Haiöl in Bereichen der Feinmechanik, Haimehl als
Düngemittel und zur Gewinnung von Klebstoffen, Konserviert
als Ausstellungsstücke an Schulen und Universitäten,
Haileber wird manchmal mit anderer Nahrung gemischt und
von den "Garnelelandwirten" in Aquakulturen
benutzt. |
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Im Bereich Meerwasseraquristik gilt die Haltung von Haien
als Herrausforderung. Richtlinen gibt es keine. Aus
diesem Grund verenden Jahr für Jahr zahlreiche Haie,
die entweder falsch gehalten werden oder zu groß geworden
sind... |
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